Werner Mertens

Nach seiner Ausbildung zum Photographen in der Portrait-, Architektur-
und Industriephotographie tätig.

Seit 1959 im Filmclub „Ahrweiler-Bad Neuenahr“ aktiv.

Seine Dokumentar-und Reportagefilme wurden auf Landes- und Bundeswettbewerben
 mit vielen Preisen ausgezeichnet.

Von 1971 bis 1997 erstellte er als Photograph im Medienzentrum des Kreises Ahrweiler Unterrichtsmedien, Photos für Dokumentationen, Ausstellungen und Publikationen.

Als Mitglied im Landesgremium für Schulphotographie war er Ausbilder von Lehrpersonen an rheinland-pfälzischen Schulen tätig.

1996 erfolgte der Eintritt in die Are-Künstlergilde.
Mit seinen Photographien war er bei Ausstellungen im In- und Ausland sehr erfolgreich vertreten.

Themenschwerpunkte des vielseitigen Photographen sind die surreale und experimentelle Schwarzweiß-Photographie.

Werner Mertens, Vergaenglich, Fotografie, 50 x 70 cm, 2017

Die Are-Künstlergilde trauert um Werner Mertens

Unser hochgeschätztes Mitglied Werner Mertens starb am 9. Dezember 2021, für alle unfassbar. Obwohl er bereits 87 Jahre war, begleitete er die Are Gilde bis kurz vor seinem Tod mit voller Schaffenskraft, mit künstlerischer Leidenschaft, mit hilfreichen Händen und Gedanken bei allen Aktionen. Seit 1996 war er Mitglied der Künstlergemeinschaft, das sind 25 Jahre begeisterten Kunstschaffens in Fotografie, Film und Dokumentation. Sein fotografisches Werk drückt die Faszination aus, mit welcher er es verstand, mit geschultem Auge und einem Blick für das Wesentliche Momente einzufangen und diese so zu verändern, dass eine von ihm gewollte Interpretation des Objekts entstand. Sein künstlerisches Steckenpferd war die surreale und experimentelle Schwarzweiß-Fotografie. Johannes Friedrich Luxem, bekannter Maler und Denker der Are Gilde (+ Dezember 2009), beschrieb das Werk Mertens mit folgenden Worten:
„Lichtströme, Lichtbündel, Schein und Strahlungen, daneben tiefe Schatten in seinen Bildern sind als Elemente seiner Gestaltung bedeutende Medien.“
Foto
Werner Mertens war nach seiner Ausbildung zum Fotografen in Porträt-, Architektur- und Industriefotografie bekannt geworden und ebenso durch seine Dokumentar- und Reportagefilme, die bei Landes- und Bundeswettbewerben mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurden. Er selbst erhielt für sein ehrenamtliches Engagement die Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz. Seit 1959 war er Mitglied im Filmclub Ahrweiler-Bad Neuenahr. Für das Medienzentrum des Kreises Ahrweiler erstellte er zahlreiche Medien für den Schulunterricht und bildete Lehrer zum Thema Schulfotografie aus. Die Titel seiner berühmten Filme lauten: „Bad Neuenahr-Ahrweiler – Die Stadt mit den 2 Gesichtern“ und „Im Tal der roten Traube“. Wichtige Dokumentationen zur Römervilla und zur Dokumentationsstätte Regierungsbunker vor und nach der baulichen Ausgestaltung entstanden ebenfalls. Aufmerksam wurde die Öffentlichkeit auch, als die Are-Künstlergilde mit Bannern in den Straßen Ahrweilers die Ursulinenschwestern verabschiedeten. Hierzu schuf Werner Mertens einen Bildband über die Abgeschiedenheit im Kloster Calvarienberg und dessen Umgebung mit eigenwilliger und dennoch harmonischer Farbgestaltung. Als Mitglied der Are Gilde setzte er sich mit ganzer Kraft für die Gemeinschaft im Vorstand ein und engagierte sich unermüdlich bei der Gestaltung der Festschrift der Are Gilde, die zum 80. Geburtstag des Kunstvereins 2021/22 entsteht.
Bis zuletzt blieb das Fotografieren seine große Freude und es entstanden noch verschiedene Landschaftsbilder. Nach der Flutkatastrophe, die ihm fast alles von seinem Lebenswerk genommen hatte, verstarb er am 9. Dezember 2021.

Der Vorstand der Are Gilde möchte sich stellvertretend für alle Mitglieder, Förderer und Gäste der Künstlervereinigung bedanken und betonen: Unser Dank gilt seiner lieben Frau, die ihm zur Seite stand und sein Schaffen begleitete; ein stiller Gruß ergeht an seine Familie, die nun nach all diesen Schreckensereignissen im Ahrtal das Sterben Werners hat hinnehmen müssen,
eine Bitte richtet sich an alle, die ihn kannten, Werner als leuchtendes Vorbild voller Achtung im Gedächtnis zu behalten. Wir sind dankbar für sein künstlerisches Werk, für seine Liebe zur Heimat, zur Kunst und zur Are-Künstlergilde.

Kontakt

E-Mail: art@hashtagahrt.de